Mobile elektronische Datenerfassung (MDA)

Neben der beleghaften Datenerfassung durch unsere Interviewer bieten wir auch die Möglichkeit der mobilen elektronischen Erfassung von Zähl- und/oder Befragungsdaten mit MDA´s an. Hierzu haben wir eine eigene, speziell auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmte Software entwickelt. Diese Software wird individuell auf die jeweiligen Erhebungsinhalte abgestimmt und erfasst nur die notwendigen und relevanten Daten. Die elektronische Erfassung mit MDA´s entspricht der Erfassung mit Papierbögen. Alle zusätzlichen Informationen wie Stichprobenübersichten und Einsatzpläne sind identisch. Daher entsteht hier kein zusätzlicher Aufwand, selbst bei gemischten Erhebungen mit Papierbögen und MDA´s.

Als Datenerfassungsgeräte kommen mobile Computer (MC55) von Motorola zum Einsatz. Der MC55 verbindet ein perfektes MDA-Gehäusedesign mit optimaler Leistung für anspruchsvolle Anwendungen. Dieser kompakte und leichte Mobile-Computer bietet fortschrittliche Datenerfassungsoptionen, eine flexible Sprach- und Datenkommunikation und eine problemlose Anbindung an drahtlose Netzwerke (WLAN & Bluetooth).

Der große TFT-LCD-Touchscreen ist gut ablesbar bei einer Auflösung von 240x320 Pixel. Der MC55 ist weitaus robuster als ein konventioneller PDA. Jedes Teil des MC55 ist im Hinblick auf besondere Zuverlässigkeit ausgelegt, das Akkumanagement ist optimiert so dass der tägliche Vollzeiteinsatz stets gewährleistet ist.

Die für die Erfassung mit den MDA´s vorgesehenen Aufträge werden aus unserer Dienstplanungssoftware zu speziellen Daten aufbereitet und verschlüsselt. Auf den MDA´s sind keine unverschlüsselten Daten gespeichert.

Die verschlüsselten Auftragsdateien werden über einen eigenen FTP - Server bereitgestellt und mindestens täglich an den MDA des Interviewers übermittelt. Dabei werden auch die Erhebungsdaten des MDA´s an den FTP - Server gesandt. Dieses Verfahren wird auch bei notwendigen Stornierungen oder durch Baustellen und damit verbundenen Verlegungen von Erhebungen angewandt. Damit liegen immer aktuelle Auftragsdaten auf dem MDA vor. Es werden immer nur für diesen Interviewer vorgesehene Daten übertragen. Jeder MDA ist personifiziert und mit einer persönlichen PIN-Nummer geschützt. Nur nach einer Anmeldung eines berechtigten Interviewers sind Dateneingaben möglich.

Zur Erhöhung der Datensicherheit werden dem Interviewer nur Aufträge zur Bearbeitung angeboten, die an dem jeweiligen Kalendertag durchzuführen sind. Alle anderen Erhebungsaufträge sind ausgeblendet. Einmal durchgeführte und geprüfte Erhebungen werden dem Interviewer ebenfalls nicht mehr zur Bearbeitung angeboten. Weiterhin werden Start- und Endzeit von Zählungen und Erhebungen protokolliert. Auf Wunsch ist weiterhin eine schriftliche Bestätigung des Fahrpersonals zur Anwesenheit möglich. Die notwendigen Formulare (Einsatzverfügungen) können weiterhin gedruckt und versandt werden.

Bei den Zählungen werden vor Erhebungsbeginn die Daten zur evtl. notwendigen Zufallsauswahl des Erhebungsbereiches (Zufallszahlenreihe) angezeigt und anschließend die für die Erhebung notwendigen Daten zur Wagenzahl und den Türen für die Fahrt abgefragt und gespeichert.

Die weiteren Daten zur Fahrtnummer, Fahrtverlauf, Haltestellenfolgen usw. sind in den übermittelten Stammdaten enthalten. Hier können bei Abweichungen zu den Fahrtstammdaten oder auch nur einzelnen Halten vom Interviewer Hinweise und Kommentare hinterlegt werden. Damit kann auch auf plötzliche Veränderungen reagiert werden.

Zu jedem in den Stammdaten vorgegebenem Halt werden die erfassten Türen, die Aussteiger, die Besetzung 1. Klasse und die Besetzung 2. Klasse erfasst. Dabei werden bereits bei der Eingabe Prüfungen auf negative Einsteiger, mögliche Fehler bei der Erfassung von Aussteigern usw. durchgeführt und angezeigt. Damit werden nur geprüfte Daten gespeichert.

Bei der Befragung werden die Daten ebenfalls fahrtspezifisch erfasst und gespeichert. Auch hier sind Prüfungen zur Daten-konsistenz vorgesehen. So können z. B. Zu- und Ausstieg gegen den Fahrtverlauf geprüft und bei kombinierten Erhebungen (Zählung und Befragung) auch mit der Zählung verknüpft werden. Damit ist dann der Ausstieg nur im Fahrtverlauf nach dem Einstieg möglich oder bei der Verknüpfung mit der Zählung werden nur Halte vor dem nächsten Halt als Einstieg angeboten.

Selbstverständlich kann der Befragungsablauf in Abhängigkeit von einer Antwort verzweigt werden. Ist der Reisende z.B. im Verlauf der Reise nicht umgestiegen, können Fragen zu einem Vor- oder Nachlauf entfallen. Oder ist auf der verwendeten Fahrkarte kein Preis abgedruckt, wird der Preis nicht abgefragt. Auch sind rechnerische Prüfungen (5 Personen auf Altersgruppen verteilen) möglich und können zur Steuerung des Befragungsablauf verwendet werden.

Auch komplexe Befragungsabläufe sind ohne zusätzlichen Programmieraufwand nur mit einer externen Beschreibung des Befragungsablaufes in einer Skriptsprache realisierbar. Damit ist die Erstellung und Anpassung von Befragungsabläufen mit überschaubarem Aufwand möglich. So ist immer eine optimale Nutzung der zur Verfügung stehenden Interviewzeit möglich. Die für Interviews notwendige Zeit wird optimal genutzt und Erhebungen werden kostenoptimiert.